Meine ersten Visitenkarten

Veröffentlicht am Kategorisiert als Alltagsdenkerin, Frauenleben

Mein Blog wächst! Na ja, also das, was ich als zugehörig zu einem Blog für wichtig befinde.

So langsam möchte ich sichtbarer werden. Und womit geht das am besten? Ja, ich weiß, indem man sich auf Facebook, Instagram und Co möglichst täglich präsentiert, oder zumindest wöchentlich. Oder wenn man ein sogenanntes Karussell anlegt auf einem dieser Kanäle, mit Kurzvideos oder wechselnden Fotos.

Aber nachdem ich das nicht mache, zumindest nichts davon im Augenblick, was dann? Was die Zukunft bringt, das wird sich zeigen. Das lasse ich noch offen. Eins nach dem anderen. Also, was gibt es noch?

Richtig! Visitenkarten!

Sichtbar werden

Ich habe meine ersten Visitenkarten bestellt!

Und freu mich gerade darüber wie ein kleines Kind zu Weihnachten. Das Christkind war da! Na ja, nein, der Postbote natürlich. Es war kein Himmelsbote, der mir den kleinen Karton mit den wichtigen Utensilien überreichte. Schon eher der Bote von UPS, der mir ein winziges Tablet zum Empfang quittieren hinhielt, auf dem ich so krakelig und unleserlich meine Buchstaben verewigte, dass wir beide zuerst darauf guckten, und dann uns an, und dann mit der Schulter zuckten.

Das Ding wackelte aber auch sowas von in seinen Händen! Er bedeutete mir, ob ich damit einverstanden bin, also mit der Krakelschrift. Deutsch sprach er ja nicht und mein Englisch war in dem Moment auch nicht so recht abrufbar. Dazu war ich viel zu aufgeregt. Ich sah ihn fragend an. Aber dann signalisierte er mir mit einer Handbewegung, dass es schon in Ordnung sei. Und ich fand das auch. So waren wir beide zufrieden.

Mein selbst bestelltes Geschenk. Wow. Ich trug es ins Haus, dieses wertvolle kleine Päckchen. Mit meinen Visitenkarten. Zeugnis davon, dass ich wirklich einen Blog habe. Und dass ich das unter die Leute bringen werde, diese Info. So langsam erst einmal, natürlich. Aber immerhin.  Nun gab es kein Zurück mehr – wenn ich sie verteilte, konnte jeder auf meine Webseite gehen.

Es gibt kein Zurück

Ob es zu viele Kärtchen waren bei dieser ersten Bestellung? Zweihundertfünfzig Stück. Hundert hätten sicher auch gereicht. Ich wusste ja nicht, wie sie in echt aussehen werden. Aber so teuer waren sie nun auch wieder nicht. Sollten sie mir wirklich nicht gefallen, ja dann gibt es andere, und die hier dürfen meine Enkelkinder benützen.

Ich brachte das Päckchen zu meinem immer noch als Schreibtisch umfunktionierten höhenverstellbaren Wohnzimmertisch. Wie gut, dass ich damals den ausgesucht hatte und nicht einen der oft üblichen kleinen Tische, die mehr kleine Ablagefläche als Tisch sind. Den hier kann man zu einem richtigen Tisch ausbauen. Für eine größere Kaffeetafel, wenn der große Küchentisch mal nicht ausreichen sollte.

Nun war er seit einigen Monaten zu meinem Schreibtisch mutiert, weil hier auch der Internetempfang jederzeit gut genug war, um im Internet per W-Lan zu arbeiten, was in unserem Hause leider nur an wenigen Plätzen möglich ist. Wenn meine Enkel zum Spielen kommen, rutschen wir die eine Hälfte des Tisches etwas frei von meinen Papieren, und so kann man auf der anderen Seite noch wunderbar malen oder basteln. Größere Tischflächen sind wirklich eine wunderbare Errungenschaft für Familien. Man sitzt beisammen und jeder hat seinen Platz.

Gut umfunktioniert

Zum Essen bleiben wir jetzt in der Küche, Kaffeetafel im Wohnzimmer muss gerade nicht sein. Wofür haben wir denn unseren schönen großen Küchentisch, und vor allem die schöne Wohnküche. Man kommt von dort auch in den Garten und auf die Ostterrasse. Ja, wir sind im Genuss von zwei Terrassen: eine Westterrasse und eine auf der Ostseite. Klingt schon etwas privilegiert. Ist trotzdem ein normales Reiheneckhaus.

Also, nun saß ich da im Wohnzimmer-Büro, hatte zuvor noch die Schere aus der Küchenschublade geholt, und schnippelte an dem UPS-Päckchen herum, damit ich endlich an meine neuen Visitenkarten kommen konnte.

Schließich war er befreit, der kleine Innenkarton. Ich schüttelte ihn. Ja, es klapperte leicht. Es gab einen wertvollen Inhalt. Den ich nun nur noch befreiten musste. Vorsichtig, weil ich inzwischen so ungeduldig war, dass ich am liebsten alles aufreißen wollte, anstatt an den dafür vorgesehenen Stellen den Karton einfach auseinanderzuziehen.

Da waren sie!

Und da waren sie. Zweihundertfünfzig hell schimmernde Kärtchen in einem winzigen Karton. Meine Visitenkarten.

Genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Fester Karton, abgerundete Ecken, matt, hellblau, bunt, mit einer kleinen Blumenwiese als unterstes, und mit meinem Namen und dem Blog-Thema bedruckt. In grün. Die Schrift, ja die war vielleicht etwas klein geraten. Da musste man schon genau hingucken, für Brillenträger könnte es eng werden. Aber es war alles vorhanden, was man brauchte, um zu wissen, wer ich bin und was meinen Blog ausmacht.

Juhu. Ich bin Visitenkartenbesitzerin. Und stolz wie Bolle.
Ich habe einen Blog.
Die Voraussetzungen für einen Newsletter sind auch schon geschaffen.
Also, wenn das kein Grund zum Feiern ist?

Von Anngret

Noch ist der Blog neu und im Entstehen. Anngret schreibt Geschichten, veröffentlicht im Blog Alltagserlebnisse, schreibt über Frauenthemen, über Erlebnisse auf ihren Reisen, übers Älterwerden in Würde und Gesundheit, erzählt über die neue sanfte Medizin und einfach über alles, was das Einfach-Mensch-Sein ausmacht. Sie hat eine Ausbildung zur Psychologischen Beraterin, war im Berufsleben im Steuerbereich tätig und ist jetzt in Rente.

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